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Was ist ein Waren­wirtschafts­system? Ganz­heitliche Über­sicht zu Auf­gaben, Zielen, Funk­tionen, Kosten und Anbietern

November 26, 2015

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Unter Warenwirtschafts­system, auch Waren­wirtschaft (abgekürzt WaWi oder WWS) genannt, versteht man ein computer­gestütztes Verfahren zur Erfassung und zielorientierten Verarbeitung von Waren­bestands- und Bewegungs­daten, das der Steuerung des Waren­flusses dient.

Eingesetzt werden Warenwirtschafts­systeme schon lange nicht mehr ausschließlich von großen Handels­betrieben und Handels­ketten, sondern verstärkt auch von kleinen und mittleren Unter­nehmen (KMU).

Was kann ein Waren­wirtschafts­system?

Elemente und Funktionen eines Waren­wirtschafts­systems

So unterschiedlich die Unter­nehmen hinsichtlich ihrer Unternehmens­abläufe sind, so verschieden sind auch die Anforderungen an die Funktionen eines Warenwirtschafts­systems. In der modernen Geschäfts­welt spielen Automatisierung und Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle. Ein fortschrittliches Warenwirtschaftssystem kann daher nicht nur  grund­legende Funktionen wie Waren am richtigen Ort und den richtigen Mengen abbilden, sondern dabei unterstützen, alle Prozess­schritte vom Einkauf über die Lagerung bis hin zum Waren­ausgang transparent abzubilden. Nach­folgend finden Sie eine ganzheitliche Übersicht zu den Elementen und Funktionen, die ein modernes Warenwirtschafts­system abdecken kann.

Aufgaben und Ziele eines Waren­wirtschafts­systems

Ein Warenwirtschafts­system (WWS) ist das Rückgrat jedes Handels­unternehmens. Von Lagerverwaltung bis Rechnungs­stellung, diese Übersicht zeigt Ihnen die Kernfunktionen eines WWS und warum sie für den Unternehmens­erfolg unerlässlich sind.

Steuerung des Warenflusses
Ein Warenwirtschafts­system ermöglicht die effiziente Steuerung des Waren­flusses von der Beschaffung bis zum Verkauf. Es hilft, Bestände zu optimieren und Liefer­zeiten zu minimieren.

Erfassung und Bereitstellung von waren- und kundenbezogenen Daten
Das System sammelt wichtige Daten zu Produkten und Kunden. Diese Daten können für Analysen, Berichte und zur Verbesserung des Kunden­service genutzt werden.

Rechnungslegung
Die Software unterstützt die Erstellung von Angeboten, Rechnungen, Gutschriften und anderen buch­halterischen Dokumenten, was den Verwaltungs­prozess erheblich vereinfacht.

Inventur
Durch die digitale Erfassung des Lager­bestands wird die Inventur erleichtert. Unstimmig­keiten können früh­zeitig erkannt und korrigiert werden.

Statistik
Mit integrierten Analyse-Tools können verschiedene Statistiken und Berichte erstellt werden. Dies ermöglicht eine daten­basierte Entscheidungs­findung.

Umsetzung von Konzepten der Unternehmensleitung (Management)
Ein Warenwirtschafts­system trägt zur Umsetzung der strategischen und operativen Ziele des Managements bei. Es bietet die nötigen Tools und Daten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Compliance und Sicherheit
Ein weiteres Ziel, das nicht unter­schätzt werden sollte, ist die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und Sicherheits­standards. Moderne Warenwirtschafts­systeme bieten Funktionen, die die Daten­sicherheit erhöhen und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien erleichtern.

Integration in andere Systeme

Ein modernes Warenwirtschafts­system ist oft nicht isoliert, sondern Teil einer größeren IT-Infra­struktur. Es sollte die Möglichkeit bieten, andere Systeme wie ein Kundenbeziehungs­management, eine Produktionsplanung und -steuerung, ein digitales Dokumentenmanagement oder ein modernes Kassensystem anzu­binden.

Was sind die Anforderungen an ein Waren­wirtschafts­system?

Die Anforderungen an ein Warenwirtschafts­system leiten sich unmittelbar aus der Ziel­setzung ab. Neben der Dokumentation der physischen Waren­ströme und Waren­bestände nimmt der Informationsfluss einen immer größeren Stellen­wert ein. Grundsätzlich werden an die Informationen, die ein Warenwirtschafts­system bereitstellen soll, folgende Anforderungen gestellt:
Aktualität: Daten müssen stets aktuell sein, um schnelle Entscheidungen zu ermöglichen.
Genauigkeit: Daten müssen konsistent und präzise sein, um den Unternehmens­erfolg richtig einschätzen zu können.
Verfügbarkeit: Daten sollten jederzeit verlässlich abrufbar sein, um den Betriebs­fluss nicht zu stören.
Flexibilität in der Auswertung: Daten sollten leicht verdichtet und aufbe­reitet werden können für individuelle Analysen.
Einfache Anbindung an Buchhaltungssoftware: Die Integration von anderen Systemen wie der Buchhaltung sollten problemlos möglich sein.
Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit: Das System sollte mit dem Unter­nehmen wachsen können und flexibel anpassbar sein.
Benutzerfreundlichkeit: Eine intuitive Benutzer­oberfläche minimiert die Einarbeitungs­zeit und steigert die Effizienz.

Welche Vorteile hat ein Waren­wirtschafts­system?

Ein Warenwirtschafts­system bietet viele Vorteile und ist maßgeblich am Unternehmens­erfolg beteiligt. Hier finden Sie die wichtigsten Vorteile:
Zeitersparnis: Schnellere Erstellung von Angeboten, Aufträgen und Rechnungen
Datenpflege: Einfache und ordentliche Verwaltung von Daten in einem System
Lagerverwaltung: Umfassende und optimierte Verwaltung von mehreren Lagern
Transparenz: Höchst­mögliche Transparenz durch Echtzeit-Auswertungen
Sortimentsoptimierung: Tages­aktuelle Statistiken ermöglichen eine optimale Sortiments­gestaltung
Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz: Minimierung des Ressourcen­verbrauchs und Förderung der Unternehmensnachhaltigkeit
Mobilität und Flexibilität: Cloud-basierte oder mobile Lösungen für den Zugriff auf Daten und Funktionen von überall und jeder­zeit
Je nach Funktionsumfang der Warenwirtschaft können die Vorteile noch vielfältiger sein, insbesondere wenn sich Zusatzmodule wie ein Kundenbeziehungsmanagement (CRM) oder eine Produktionsplanung anbinden lassen.

Welche Arten von Waren­wirtschafts­systemen gibt es?

Man unterscheidet zwischen geschlossenen, offenen und integrierten Waren­wirtschaftssystemen:

Geschlossene Systeme

Decken alle betriebs­wirtschaftlichen Aufgaben ab: Etwa Einkauf, Vertrieb, Produktion & Lager­haltung.
Verwaltung durch ein einzelnes System: Alles wird von einem einzigen System verwaltet.

Offene Systeme

Mindestens eine Funktion extern abgedeckt: Mindestens eine der Funktionen wird durch ein externes System abgedeckt.
Anbindung externer Systeme durch Schnitt­stellen: Externe Systeme können durch Schnitt­stellen angebunden werden.

Integrierte Systeme

Enthält alle oben genannten Module und externe Verbindungen: Bein­halten alle oben genannten Module und zusätzliche Verbindungen nach außen.
Kommunikation mit externen Partnern: Können beispiels­weise mit Banken, Lieferanten und Marktforschungs­instituten kommunizieren.

Welche Unterschiede und Gemeinsam­keiten zu ERP-Systemen gibt es?

Enterprise Ressource Planning (ERP) bezeichnet die unterneh­merische Aufgabe, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebs­mittel, Material, Informations- und Kommunikations­technik sowie IT-Systeme im Sinne des Unternehmens­ziels rechtzeitig und bedarfs­gerecht zu planen und zu steuern.

Der Übergang von Warenwirtschafts­systemen zu ERP-Systemen* ist zunehmend fließend. Der Unterschied liegt im Funktions­umfang. Fehlen hier Funktionen wie Personal­wirtschaft oder ein Dokumenten­management, spricht man meist von einem Warenwirtschafts­system. Während Warenwirtschafts­systeme oft für kleinere bis mittlere Unter­nehmen konzipiert sind, bieten ERP-Systeme eine höhere Skalier­barkeit und sind daher auch für große Unter­nehmen und Konzerne geeignet.

Wahl zwischen Waren­wirtschafts­system und ERP-System

Die Entscheidung zwischen einem Warenwirtschaftssystem und einem ERP-System sollte sorg­fältig getroffen werden. Hier spielen Faktoren wie Unternehmens­größe, Budget und spezifische Anforderungen eine Rolle. Es ist auch möglich, mit einem Warenwirtschafts­system zu starten und dieses später zu einem vollwertigen ERP-System zu erweitern. In unserem Blog­beitrag erfahren Sie mehr über die Auswahl­kriterien und welches System besser zu Ihrem Unter­nehmen passt.
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Wie ist ein Warenwirtschaftssystem aufgebaut?

Der Aufbau der Anwendungs­software eines WWS basiert auf einer Daten­bank, die die Stamm­daten und Bewegungs­daten mit einer festgelegten Datenbank­struktur verwaltet – hier vereinfacht dar­gestellt:
Stamm­daten sind, die in Daten­sätzen verwalteten Objekte, z. B. Kunden, Lieferanten, Artikel (Waren) oder Stück­listen. Bezogen auf diese werden die Bewegungs­daten, d. h. die verwalteten wirtschaftlichen Transaktionen in Form von Geld (Eingangs­rechnung, Rechnung an den Kunden usw.) und Waren (Lager­eingang, Liefer­schein usw.) in eigenen Daten­sätzen erfasst.

Welche Zusatzmodule bzw. zusätzliche Funktionen bieten Waren­wirtschafts­systeme?

Die Zusatz­module bzw. zusätzliche Funktionen, die eine Warenwirtschafts­software enthalten kann, hängen stark davon ab für welchen Anbieter man sich entscheidet. Hier nur ein paar Beispiele:
Buchhaltungssoftware

Die Buchhaltungssoftware ermöglicht die Integration der Buch­haltung in die Waren­wirtschaft, um Finanz­transaktionen effizient zu verwalten.

CRM-Modul

Ein CRM-Modul ist idealerweise direkt in die Waren­wirtschaft integriert, damit Kunden­informationen und -interaktionen zentral verwaltet werden können.

Produktionsplanung und -steuerung

Das PPS-Modul unterstützt bei der Planung, Koordination und Überwachung aller Produktions­prozesse – von der Material­beschaffung bis hin zum fertigen Produkt.

Betriebsdatenerfassung (BDE)

Die BDE erfasst und analysiert Betriebs­daten in Echtzeit, um die Effizienz der Produktion und anderer betrieb­licher Prozesse zu steigern.

Mobile Datenerfassung (MDE)

Eine MDE-Software ermöglicht die mobile Erfassung von Daten direkt am Ort des Geschehens. Mittels mobiler Terminals oder handheld-Computern können Warenein- und Aus­gänge direkt im Lager erfasst werden. Wie Sie Ihre Lager­logistik und Ihre Inventur mittels MDE optimieren können, stellen wir Ihnen in unserem Blogbeitrag vor.

Rücksendeverwaltung (RMA)

Mit einem RMA-Modul verwalten Sie Retouren und Umtausch­prozesse digital, um den Kunden­service zu verbessern und die Logistik zu optimieren. In unserem Blogbeitrag zum Thema RMA erfahren Sie, wie eine effiziente Retouren­verwaltung mittels RMA-Nummer funktioniert.

Digitales Dokumentenmanagementsystem (DMS)

Ein DMS erlaubt es Ihnen, Dokumente in digitaler Form zentral zu speichern und zu verwalten, um den Zugriff und die Auffind­barkeit zu erleichtern.

Kassensystem (PC oder Cloud)

Von digitalen Kassenlösungen, die an eine Waren­wirtschaft angebunden sind, profitiert insbesondere der moderne Einzelhandel.

Mobile Lösungen für unterwegs

Spezielle Anwendungen für mobile Geräte, wie SelectLine Mobile, die den Außendienst­mitarbeitern den Zugriff auf wichtige Daten und Funktionen ermöglichen.

Onlineshop-Schnittstelle

E-Commerce-Schnittstellen ermöglichen die Anbindung an verschiedene Online-Marktplätze und E-Commerce-Platt­formen, um den Online-Vertrieb zu optimieren.

Versandmodul

Über ein Versandmodul verwalten Sie den gesamten Versand­prozess von der Auftrags­annahme bis zur Aus­lieferung. Dabei werden gegeben­enfalls auch externe Versand­dienstleister in das Modul integriert.

Zeiterfassung

Module wie die SelectLine Zeiterfassung ermöglichen das digitale Erfassen von Arbeits­zeiten und Dienst­leistungen, den Abgleich von Soll- und Istzeiten in Projekten sowie die Digitalisierung von Stunden­zetteln.
Unser Tipp: Schauen Sie sich die angebotenen Zusatz­­module des Software­­herstellers vor dem Kauf genau an – auch wenn Sie diese zunächst nicht brauchen in Ihrem Unter­nehmen.

Müssen später benötigte Funktionen extra programmiert oder von einem anderen Hersteller integriert werden, leidet oft die Performance des Programms und es wird teurer!

Was kostet ein Waren­wirtschafts­system?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da es:
1. ganz auf die Unternehmens­größe und die Anforderungen des Unter­nehmens ankommt und es
2. verschiedenste Abrechnungs­modelle der Software­hersteller gibt.
Manche Anbieter bieten monatliche Miet­modelle an, bei manchen muss man die Software per Einmal­zahlung erwerben. Für eine ungefähre Orientierung kann man sagen, dass beim Miet­modell für einen PC-Arbeits­platz für die Waren­wirtschaft ca. ab 35 € im Monat einzu­planen sind und bei einer Einmal­zahlung mindestens ca. 740 €, je nach Anforderungen auch bis zu 5.000 € und mehr. Ohne eine konkrete Bedarfs­analyse vorab, bleiben es jedoch nur grobe Orientierungs­werte. Bei größeren Software­projekten werden oft sog. Projekt­preise vereinbart.
Hinweis: Beachten Sie bitte, dass je nach Vertriebs­modell der Software­hersteller weitere Kosten für die Implementierung und den Software-Support durch einen autorisierten Fach­händler vor Ort entstehen können. Des Weiteren können sog. interne Kosten anfallen: je nach Größe des Projekts muss ggf. Personal für die Auswahl und die Implementierungs­­phase abgestellt werden. Zudem kann durch umfangreiche Schulungen eine temporäre Reduktion der Produktivität möglich sein. Versuchen Sie diese Kosten möglichst von vorne­herein zu kalkulieren.

Total Cost of Ownership (TCO)

TCO steht für „Total Cost of Ownership“ und bezeichnet die Gesamt­kosten, die während der gesamten Lebens­dauer eines Produkts oder einer Dienst­leistung anfallen. Im Kontext eines ERP- oder Warenwirtschafts­systems umfasst TCO nicht nur die Anschaffungs­kosten der Software, sondern auch alle weiteren Kosten, die sowohl während der Einführung der Warenwirtschaft als auch über die gesamte Nutzungs­dauer entstehen. Dazu gehören:
Betriebskosten: Kosten für den laufenden Betrieb des Systems, wie z.B. Strom­kosten für Server, Lizenz­gebühren etc.
Wartungskosten: Kosten für regel­mäßige Updates, Patches und allgemeine Instand­haltung des Systems
Schulungskosten: Kosten für die Einarbeitung der Mitarbeiter in das neue System
Ausfallzeiten: Kosten, die durch System­ausfälle entstehen, etwa durch Produktivitäts­verluste oder entgangene Geschäfts­möglichkeiten
Der TCO-Ansatz hilft Unter­nehmen, eine realistischere Einschätzung der lang­fristigen finanziellen Belastung durch die Anschaffung eines neuen Systems zu erhalten. Er ermöglicht es, verschiedene Angebote besser miteinander zu vergleichen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. TCO ist also ein wichtiges Instrument für die Kosten-Nutzen-Analyse und spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl und dem Management von ERP- und Warenwirtschafts­systemen.

ROI-Betrachtung

Die Investition sollte auch unter dem Aspekt des Return on Investment (ROI) betrachtet werden. Durch Automatisierung und Optimierung der Prozesse können Kosten gesenkt und der ROI verbessert werden. Hier erfahren Sie, wie Sie den ROI Ihres Digitalisierungsprojekts berechnen.

Finanzierungsmöglichkeiten

Die Finanzierung eines Warenwirtschafts­systems kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen, je nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Unter­nehmens. Neben dem Lizenzkauf ist die Miete eine weitere Option, bei der monatliche Gebühren für die Nutzung der Software anfallen. Dies bietet den Vorteil, dass keine hohen Anfangs­investitionen nötig sind. Alternativ können auch staatliche Förder­mittel in Anspruch genommen werden. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gibt es oft spezielle Zuschüsse oder günstige Kredite, die die Anschaffung erleichtern. Für mehr Informationen zu Fördermitteln für KMU empfehlen wir unseren ausführlichen Blog­beitrag zum Thema.

Welche Anbieter von Waren­wirtschafts­systemen gibt es?

Bei den Anbietern von Warenwirtschafts­system sollte man grundsätzlich drei Kategorien unterscheiden:

Individualsoftware

Die Vorteile: Individual­software wird oft vom Unter­nehmen selbst entwickelt. Die Hard- und Software­architektur kann selbst gewählt werden und die Software ist maßge­schneidert, entsprechend der Betriebs-individuellen Prozesse und Arbeits­abläufe.

Die Nachteile: Allerdings weist eine Individual­software oft starre Strukturen auf, da die nötige Flexibilität nicht immer früh­zeitig eingeplant werden kann. Und das Unter­nehmen ist stark abhängig vom Software­entwickler. Das Risiko, unzureichende Unterstützung und Betreuung zu erfahren, ist bei Individual­software erwartungs­gemäß als höher einzu­schätzen.

Branchensoftware

Die Vorteile: Sie kann gezielt für branchen­spezifische Anforderungen konfiguriert werden: Viele Hand­werker benötigen beispiels­weise eine GAEB-Schnittstelle (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) für einen speziellen Daten­austausch. Gleich­zeitig bleibt die Release­fähigkeit der Software erhalten.

Die Nachteile: Branchen­software wird oft direkt vertrieben oder über ein vergleichs­weise dünnes Vertriebs­netz, was eine flächen­deckende Unterstützung vor Ort schwieriger und teurer macht.

Kaufmännische Standardsoftware

Die Vorteile: Die Kosten sind relativ genau kalkulierbar und insgesamt niedriger. Die Unterstützung und Betreuung ist durch Software-/System­häuser vor Ort gewährleistet. Ein modularer Aufbau der Software unterstützt verschiedenste Prozesse und Strukturen, bietet eine einheitliche Benutzer­oberfläche, kann bereichs­übergreifend genutzt werden und verfügt über eine ausgeprägte Integrations­fähigkeit.

Die Nachteile: Die Qualität der Hardware muss den technischen Anforderungen der Software genügen. Wenn die Software nicht genügend Individualisierungs­möglichkeiten bietet, kann die Flexibilität des Unter­nehmens darunter leiden.

Übersicht Vor- und Nachteile Anbieter­kategorien

Unterscheidung nach Bereitstellungsart:

Man kann Anbieter von Warenwirtschafts­systemen nicht nur nach Ihrem Funktions­umfang unterscheiden, sondern auch nach der Art, wie sie bereit­gestellt werden.

Cloud

Vorteile:
Skalierbarkeit: Einfach an wachsende Unternehmens­anforderungen anpassbar.
Zugänglichkeit: Von überall aus zugänglich, ideal für den Außen­dienst und mehrere Standorte.
Kosteneffizienz: Keine großen Anfangs­investitionen, Abomodell.
Nachteile:
Internetabhängigkeit: Benötigt eine stabile Internet­verbindung
Datenschutz: Mögliche Bedenken je nach Standort der Server des Cloud-Anbieters und deren Sicherheits­standards
Ausfälle: System­ausfälle beim Cloud­anbieter legen auch den Betrieb lahm
Hosting

Vorteile:
Kontrolle: Mehr Kontrolle über die Daten und die Infra­struktur
Anpassbarkeit: Einfacher an spezifische Geschäfts­anforderungen anpassbar
Nachteile:
Kosten: Oft höhere laufende Kosten für Wartung und Support
Komplexität: Erfordert mehr technisches Know-how
On-Premise

Vorteile:
Datensicherheit: Vollständige Kontrolle über die eigenen Daten, die im Unter­nehmen gespeichert werden
Anpassungsfähigkeit: Höchstgrad an Anpass­barkeit für spezifische Geschäfts­anforderungen
Einmalige Investition: Keine laufenden Abonnementgebühren, was langfristig kosteneffizienter sein kann.che Geschäftsanforderungen
Nachteile:
Anfangsinvestition: Hohe Anfangskosten für Hard- und Software.
Wartung: Eigenver­antwortung für Updates und Wartung, was jedoch auch als Vorteil gesehen werden kann, da das Unter­nehmen die volle Kontrolle hat.
Immer öfter verschwimmen heut­zutage die Grenzen zwischen Branchen­lösungen und Standard­software, da kaufmännische Standardsoftware durch verschiedenste Module und Anpassungen (zum Teil als Zusatz­lösungen der System­häuser angeboten) immer besser auf die Branchen­bedürfnisse zuge­schnitten werden kann.

Das Kompetenzzentrum Usability für den Mittelstand (KUM) hat das ERP-System der SelectLine Software GmbH hinsichtlich der Usability untersucht und ein positives Fazit in seiner Usability-Evaluation gezogen:

SelectLine Warenwirtschaft ist im Vergleich des Kompetenz­zentrums Usability für den Mittelstand die beste ERP-Lösung, besonders deutlich wird das für Steuer­barkeit, Individualisier­barkeit und Lernförder­lichkeit.
Unser Tipp: Egal ob Sie sich für eine Individual-, Standard- oder spezielle Branchen­lösung entscheiden: Achten Sie darauf, dass Wartung und Weiter­­entwicklung garantiert werden können. Nichts ist ärgerlicher, aufwendiger und teurer als das System nach kurzer Zeit wieder wechseln zu müssen, weil es mit der Branchen-, Technologie,- oder Unternehmens­­entwicklung nicht mithalten bzw. darauf abge­stimmt werden kann.

Warum werden Waren­wirtschafts­systeme eingeführt?

Die Gründe für die Einführung eines Warenwirtschafts­systems sind so vielfältig, wie das Unter­nehmen selbst.
Einheitlicher Datenbestand: Ein zentrales System sorgt für konsistente und aktuelle Daten im gesamten Unter­nehmen, was die Entscheidungs­findung erleichtert.
Prozessautomatisierung: Die Automatisierung von Abläufen reduziert manuelle Prozesse und steigert die Effizienz.
Steigende Transparenz: Ein Warenwirtschafts­system erhöht die Sicht­barkeit und Kontrolle über Geschäfts­prozesse, was zu besseren Entscheidungen führt.
Effizientere Arbeitsabläufe: Die Systeme können ineffiziente Prozesse identifizieren und optimieren.
Verbessertes Reporting: Ein Warenwirtschafts­system bietet umfassende Berichts­funktionen, die eine bessere interne Kommunikation und eine fundierte Entscheidungs­findung ermöglichen.
Optimierte Kommissionierung: Die Systeme unterstützen bei der effizienten Zusammen­stellung von Waren für den Versand.
Digitalisierung und Industrie 4.0: Die rasante Entwicklung in Richtung Digitalisierung und Industrie 4.0 macht die Implementierung eines modernen Warenwirtschafts­systems unerlässlich. Es bietet die Möglichkeit, mit anderen digitalen Technologien und Prozessen zu integrieren.
Compliance und Datensicherheit: Ein Warenwirtschafts­system kann auch dazu beitragen, Compliance-Anforderungen zu erfüllen und die Daten­sicherheit zu erhöhen, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.

Was ist bei der Einführung einer neuen Waren­wirtschaft zu beachten?

Als Spezialist für kaufmännische Software und ERP-Systeme  mit über 30 Jahren Erfahrung kennen wir die Tücken bei der Einführung einer neuen Unternehmens­software. Wie Sie die Implementierung Ihrer neuen Warenwirtschaft erfolgreich gestalten, zeigen wir Ihnen in diesem PDF (auch als Check­liste verwendbar) als kostenfreien Down­load:
Unser Tipp: Holen Sie sich Referenzen ein! Wenn Sie noch am Anfang der Suche nach einer Waren­­wirtschaft stehen und noch keine(n) bestimmten Anbieter im Blick haben, dann strecken Sie die Fühler aus und holen Sie Erfahrungs­werte von anderen Unter­nehmen der selben oder ähnlichen Branche ein.

Und sprechen Sie Ihren Waren­wirtschafts­anbieter bzw. dessen Partner vor Ort direkt auf Einfüh­rungen und Schulungen an!

Videos zum Thema Waren­wirtschaft und Waren­wirtschafts­system

Eine komplette Playlist (10 Videos) rund um das Thema Warenwirtschaft finden Sie hier:

Zusammen­fassende Präsentation zum Waren­wirtschafts­system

Hier geht es zur Präsentation Die SelectLine Warenwirtschaft im Überblick auf SlideShare.

Damit das Warenwirtschaftssystem dem Unternehmen einen Mehrwert bietet, muss dieses optimal auf das Unter­nehmen ausgerichtet sein und die Unternehmens­prozesse unterstützen. Dabei unterstützt Sie gerne ein autorisierter Fachhändler vor Ort.

Dieser Artikel beantwortet die Fragen, die uns am häufigsten zum Thema Waren­wirtschaft und Warenwirtschafts­system erreicht haben.
Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

Alle Fragen rund um das Thema ERP-System beantworten wir hier:

Quellen:
„Vorgehensweise bei der Einführung von Warenwirtschaftssystemen“, Diplomarbeit im Fach Organisation Studiengang Informationsmanagement der Fachhochschule Stuttgart – Hochschule der Medien, Rita Lindenfelser

FAQ zu Warenwirtschaftssystemen

Gibt es Branchen, für die ein Warenwirtschaftssystem nicht geeignet ist?

Warenwirtschaftssysteme sind in der Regel branchenübergreifend einsetzbar. Es gibt jedoch spezialisierte Lösungen für bestimmte Branchen. Die Eignung sollte im Einzelfall geprüft werden.

Wie oft muss das System aktualisiert werden und was bedeutet das für mein Unternehmen?

Die Häufigkeit der Updates hängt vom Anbieter ab. Wichtige Sicherheitsupdates sollten jedoch umgehend installiert werden. Einige Systeme bieten automatische Updates an, was den Verwaltungsaufwand reduziert.

Über den Autor:

Klara Ross

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