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Alle Jahre wieder! Der Business-Knigge zur Weihnachtszeit: 10 Tipps für Führungskräfte

Dezember 1, 2015

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Die alljährliche Betriebs­weihnachtsfeier wirft immer wieder Fragen auf. Gerade Führungs­kräfte (Inhaber, Geschäftsführer, Teamleiter) sollten sich im Vorhinein mit einigen Unsicher­heiten auseinander­setzen. Wir beantworten 10 Fragen, die Sie sich bestimmt schon einmal gestellt haben.

1. Sollten alle Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier eingeladen werden?

Dazu ein ganz klares Ja! Wenn Sie eine Weihnachts­feier ausrichten, müssen Sie ausnahms­los alle Mitarbeiter einladen.

2. Muss ich jeden per Handschlag begrüßen?

Ihre Mitarbeiter per Hand­schlag zu begrüßen, ist eine tolle und persönliche Geste. Sollte es jedoch aufgrund der Größe Ihres Unter­nehmens den zeitlichen Rahmen sprengen, verzichten Sie lieber darauf, aber beachten Sie Punkt 3.

3. Muss ich eine Ansprache halten?

Absolut. Vor allem, wenn Sie darauf verzichtet haben, Ihre Mitarbeiter persönlich zu begrüßen, werden Sie sie mit Ihrer Ansprache willkommen heißen.

Bei der Weihnachts­feier steht Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund. Daher sollte die Ansprache einen lockeren Charakter haben. Eine gute Rede ist humorvoll, interaktiv und ehrlich gemeint. Brechen Sie die Erwartungen: Wählen Sie einen Einstieg, den niemand erwarten würde, bspw. mit einem persönlichen Erlebnis. 5-10 Minuten sind vollkommen ausreichend. Zahlen und Fakten sind Fehl am Platz, ebenso Erwartungen für das neue Jahr. Geben Sie einen persönlichen Rück­blick auf das vergangene Jahr und auf besondere Momente und Erlebnisse.

4. Sollte ich mich mit jedem unterhalten haben

Hier gilt das gleiche, wie bei der Begrüßung. Führungs­kräfte, die nur an Ihrem Tisch sitzen bleiben, wirken unper­sönlich.

Versuchen Sie statt­dessen das Gespräch mit Ihren Ange­stellten zu suchen. Gehen Sie an jeden Tisch und beginnen Sie ein kurzes Gespräch. Sollte Ihr Unter­nehmen zu groß sein, teilen Sie sich diese Aufgabe mit Ihren Stell­vertretern. Dadurch holen Sie sich Feedback und Impulse für mögliche Verbesserungen aber auch Lob.

5. Kann man auch über private Themen sprechen?

Selbst­verständlich! Sprechen Sie vor allem über Unver­fängliches, wie Familie, Urlaub, Essen oder Filme. Geben Sie Ihrem Gegenüber das Gefühl, dass Sie sich für ihn interessieren. So werden Sie als nahbar und sympatisch wahr­genommen.

6. Ist es unprofessionell Mitarbeitern das „Du“ anzubieten?

Wenn es sich aus dem Gespräch heraus ergibt, ist das natürlich erlaubt. Beachten Sie aber, dass Sie inkonse­quent wirken, wenn Sie am nächsten Tag wieder zum „Sie“ über­gehen.

7. Darf ich als Chef feiern?

Sie dürfen es nicht nur, Sie sollten sogar. Auch hier gilt, seien Sie nahbar und kontakt­freudig. Auch tanzen ist erlaubt. Versuchen Sie einen guten Mittel­weg zu finden zwischen Ausgelas­senheit und Förm­lichkeit.

8. Was soll ich tun wenn ich sehe, dass sich zwei Mitarbeiter näher kommen?

Die Weihnachts­feier gibt vielen den Anlass Kontakte zu knüpfen. Einige meinen es jedoch etwas zu gut damit?

Falls Sie Zeuge einer solchen Situation werden, kommu­nizieren Sie ganz deutlich, dass der Austausch von Intimitäten zwischen Kollegen während der Weihnachts­feier nicht angebracht ist.

9. Muss ich als Letzter gehen?

Da Sie der Gast­geber der Veranstaltung sind, müssen Sie wenigstens bis zum Ende des offi­ziellen Teils anwesend sein. Danach ist es Ihnen überlassen. Wenn ihre Ange­stellten noch bis zum Morgen feiern, wählen Sie eine ange­messene Zeit nach Hause zu gehen – möglichst nicht als Letzter.

10. Warum ist die Weihnachtsfeier wichtig?

Sie bietet die Möglichkeit auf vergangene Jahre zurück­zublicken, auf Erfolge, Niederlagen und gemeinsame Erlebnisse. Heraus­ragende Leistungen können gewürdigt werden. Sie bietet außerdem Raum den Angestellten Wert­schätzung und Dank­barkeit auszusprechen.

Für alle Mitarbeiter gilt: Nutzen Sie die seltene Gelegen­heit, Vorgesetzte oder Kollegen jenseits der eigenen Abteilung besser kennen­zulernen.

Das alles steigert das Zusammen­gehörigkeits­gefühl der Teams und die Identifikation mit dem eigenen Unter­nehmen, was maßgeblich zu einem angenehmen Arbeits­klima beiträgt.

Über den Autor:

Klara Ross

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