KMU-Tipp: So messen Sie die Effizienz Ihrer Werbung [inklusive Gratis-Kalkulator]

Januar 19, 2017

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Für die Messung der Werbe­effizienz gibt es einige komplexe Formeln, die meist wenig mit der täglichen Aufgabe von kleinen und mittleren Unter­nehmen zu tun haben bzw. schlicht nicht hilfreich sind.

Dennoch sind gerade KMU auf eine hohe Werbe­effzienz angewiesen. Das Ziel muss also lauten einen pragmatischen Ansatz zur Erfolgs­messung zu finden. Inspiriert wurde ich zu diesem Beitrag durch einen Blogartikel vom Marketing­blog Mittelstand. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Frau Rita Löschke für die Bereit­stellung des Gratis-Marketing-Kalkulators, den wir Ihnen hier unten zur Verfügung stellen.

Was ist das Ziel Ihrer Werbung?

Bevor Sie die Frage „Wie viel darf Werbung kosten?“ beant­worten können, sollten Sie zunächst das Ziel Ihrer Werbe­kampagne festlegen. Die gängigstem Werbe­ziele sind:
Information (Erhöhung des Wissens- oder Informations­stand über Eigen­schaften des beworbenen Objekts)
Imagegewinn der Marke bzw. des Produkts (Einstellungen, Meinungen oder Überzeu­gungen zum beworbenen Objekt positiv beein­flussen)
Handlungs­auslösungen bzw. Neukunden­gewinnung (Konkrete Hand­lungen im Hinblick auf das beworbene Objekt)
Zum einen ist die Messung der Werbe­ziele Information und Image­gewinn schwierig monetär zu messen und zum anderen, sind KMU in der Regel zur substanziellen Umsatz­steigerung schlicht und einfach auf die Neukunden­gewinnung angewiesen, weshalb wir uns auf dieses Werbe­ziel konzentrieren.

Wie viel darf Ihre Werbung kosten damit sie effizient ist?

Selbstver­ständlich gibt es keine universellen Antworten bzw. Zahlen für Fragen: „Wie teuer darf meine Anzeigen­kampagne auf Facebook sein? Was bringt mir ein Neu­kunde über Google AdWords? Wie viel Geld sollte mein Messe­auftritt maximal kosten? Wie viel gebe ich für ein Mailing aus, damit es effizient ist?“
Um diese Fragen individuell und konkret beant­worten zu können, müssen Sie zunächst „Ihre Haus­aufgaben“ machen und heraus­finden:

Wie hoch ist Ihr Umsatz UND Ihr Gewinn, den Sie pro Kunde (voraussichtlich) erzielen?

Umsatz und Gewinn pro Kunde sind wichtige Faktoren für Ihre Kalkulation, denn: Ihre Werbe­kampagne kann noch so effektiv sein und fünf Neu­kunden aus 100 Empfängern, die Ihnen 5.000€ Umsatz bringen klingt zunächst verlockend, wenn jedoch Ihre Aufwen­dungen (Produktion/Service, Mitarbeiter etc.) pro Kunde 1.000€ beträgt, handeln Sie maximal noch kosten­deckend. Hier ist also Recher­chieren und Rechnen angesagt, wenn Sie eine genaue Kalkulation möchten.

Wie viele Empfänger erreichen Sie mit der Werbeaktion?

Gerade in Zeiten des Online Marketings lässt sich die Ziel­gruppe sehr genau bestimmen und die Reich­weite Ihrer Kampagne bereits vorab sehr gut abschätzen.

Hier als Beispiel die Zielgruppen­definition für eine Facebook-Anzeige. Ziel­gruppe in diesem Beispiel: Personen, die sich für das Thema „Mercedes C-Klasse“ interes­sieren, deutsch­sprachig sind und im Raum Hamburg leben. Mit einem Budget von 20€ pro Tag würden Sie hier ca. 940 bis 2.500 Personen auf Facebook erreichen:
Auch über Google AdWords und im Mailing-Bereich können Sie Ihre Zielgruppen­auswahl heut­zutage ziemlich genau fest­legen.

Wie berücksichtigen Sie die Rücklaufquoten?

Leider kauft längst nicht jeder Adres­sat und die Kauf­raten können je nach Branche/Produkt/Region stark schwanken. Gehen wir zunächst davon aus, dass nur 1% der Empfänger, die Sie mit Ihrer Anzeige/Ihrem Mailing erreichen, auch tat­sächlich kaufen. Passen Sie Kauf­rate nach den ersten Kampagnen entsprechend an.

Wie viele Empfänger brauchen Sie damit Ihre Kampagne gewinnbringend ist?

Davon ausgehend, dass Ihre Aufwendung pro Kunde (Produktion/Service etc.) inklusive Ihrer Werbe­kampagne/Maßnahme 5.000 € beträgt, Sie pro Kunde 1.000 € Gewinn machen und wir zunächst von einer Kauf­rate von 1 % ausgehen, würde sich das folgendes Kalkulations­beispiel ergeben:

Werbe-Kalkulator zum kostenfreien Download

Für Ihre individuelle Werbe-Kalkulation stellen wir Ihnen die Excel-Kalkulations­hilfe zum kosten­freien Download zur Verfügung:

Welche Optimierungsmöglichkeiten haben Sie?

Was können Sie tun, wenn Ihre Berechnungen ergeben, dass Ihre Kampagne nicht gewinn­bringend sein wird? Aus den oben genannten Beispielen ergeben sich einige Stell­schrauben zu Optimerung, z. B.:
Reduzieren Sie die Kosten für Ihre Kampagne/Werbe­aktion in dem Sie z. B. andere Marketing­instrumente wählen
Erhöhen Sie die Zielgruppe/Adressaten
Gestalten Sie Ihre Botschaft noch schlag­kräftiger und zielgruppen­spezifischer um die Kaufwahr­scheinlichkeit zu erhöhen
Bewerben Sie eher hoch­preisige Produkte
Reduzieren allgemein die Kosten für Ihre Produktion/Dienst­leistung und nutzen Sie dazu die Daten aus Ihrer ERP-Software

Über den Autor:

Klara Ross

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