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Was bedeutet Inventur? Wir klären Begriffe und Ablauf einer Inventur + Checkliste fürs Durchführen der Inventur

September 9, 2016

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Eine stress­freie und gut organisiert durchge­führte Inventur wünscht sich jeder Unter­nehmer. Aber wie stellt man das an?

Aufnahme­formulare, Inventur­protokolle, Warenzugangs­listen sind i. d. R die Werk­zeuge für eine erfolgreiche Inventur.

Was ist eine Inventur (Definition)?

Die Inventur bezeichnet die Bestands­aufnahme aller Vermögens­gegenstände im Unter­nehmen zu einem Stichtag. Dazu zählen
Anlage­vermögen, wie Grund­stücke oder Maschinen
Umlauf­vermögen, wie Forderungen und Schulden, Bargeld, Erzeugnisse, etc.
Die Inventur wird schriftlich, in Form des Inventars festge­halten und listet alle Vermögens­gegenstände nach Art, Menge und Wert auf.
Jeder Kauf­mann ist zur Inventur verpflichtet, ausge­nommen Unter­nehmer denen es erlaubt ist eine EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) durchzu­führen.

Was ist der Unterschied zwischen Inventur und Inventar?

Die Inventur bezeichnet die Aktion, alle Vermögens­gegenstände im Unter­nehmen aufzu­nehmen und zu bewerten.
Das Inventar ist das Resultat der Inventur, eine Liste mit allen im Unter­nehmen vorhandenen Vermögens­gegenständen nach Art, Menge und Wert.

Warum ist die Inventur notwendig?

Die Inventur bildet somit die Voraus­setzung für die Ordnungs­mäßigkeit der darauf aufbauenden Buch­führung.
Durch die Inventur werden die Ist-Bestände im Unter­nehmen ermittelt und mit den Soll-Beständen abge­glichen. Bei Abweichungen wird der Soll-Bestand ange­glichen. Die Korrektur fließt voll wirksam in die Gewinn-und Verlust­rechnung des Unter­nehmens ein.

Welche Inventurverfahren gibt es?

Drei verschiedene Inventur­verfahren werden unterschieden:
Körperliche Inventur

Dir körperliche Inventur meint den Rund­gang durchs Unter­nehmen und das Aufnehmen aller materiellen Vermögens­gegenstände durch Zahlen, Messen, Wiegen und Schätzen.

Buchinventur

Die Buch­inventur ermittelt alle immateriellen Vermögens­gegenstände (Forderungen, Schulden, finanzielles Vermögen) durch Quittungen und Belege.

Anlageninventur

Die Anlagen­inventur bestimmt den Wert des Anlage­vermögens, also der dauer­haften materiellen Wert­sachen im Unter­nehmen (Fuhrpark, Maschinen und Anlagen, Büroausstattung) mit Anschaffungs- oder Herstellungs­kosten über 1.000 Euro.

Welche Inventurarten sind erlaubt?

Es gibt drei Arten die Inventur durchzu­führen. Diese können in ihrer reinen Form angewendet werden, es sind jedoch auch Kombinationen erlaubt.

Stichtagsinventur

Bei der Stichtags­inventur fällt die wert­mäßige und mengen­mäßige Inventur auf einen einzigen Tag. Zulässig für die zeitver­setzte Aufnahme ist eine Frist von zehn Tagen vor oder nach dem Stichtag. Die Zu- und Abgänge zwischen den Aufnahme- und dem Stichtag, auch die Bewegungen am Stichtag selbst werden Anhand von Belegen mengen- und wertmäßig fortge­schrieben beziehungs­weise zurückge­rechnet.

Verlegte Inventur

Bei der verlegten Inventur erfolgt die körperliche Inventur drei Monate vor oder zwei Monate nach dem Bilanz­stichtag. Der ermittelte Bestand wird lediglich wert­mäßig auf den Bilanz­stichtag hoch- bzw. zurück­gerechnet. Dadurch entstehen Ungenauig­keiten im Inventar.

Peramente Inventur

Bei der peramenten Inventur wird die Bestands­erfassung auf das gesamte Wirtschafts­jahr verteilt. D.h. der Zeit­punkt für den Vergleich von Soll- und Ist-Bestand kann frei gewählt werden, wenn die körper­liche Inventur abgeschlossen ist. Voraussetzung dafür ist die Führung eines Lagerbuches sowie Belege zu allen Zu- und Abgängen.

Ablauf der Inventur Step-by-Step

1. Aufgaben vor der Inventur

Datum: Zu Beginn muss ein Datum für die Inventur fest­gelegt werden, je nach dem, für welche der genannten Inventurarten Sie sich entschieden haben. Üblich ist ein Termin zum Jahres­ende.

Zeitplan: Es ist sinnvoll sich für die Inventur einen Zeit­plan aufzu­stellen, um sich zeitlich nicht zu verkalkulieren. Dazu müssen folgende Dinge geklärt werden:
Wird die Inventur bei laufender, reduzierter oder geschlossener Produktion durch­geführt?
Wie lange dauert die Inventur?
Alle festgelegten Abschnitte der Inventur werden in einen Inventur­kalender eingetragen.
Verantwortlich­keiten für gewisse Bereiche werden zugeteilt und ein Inventur­leiter festgelegt.
Inventurbereiche: Um den aufgestellten Zeitplan gut einhalten zu können, bedarf es einem genauen Ablauf­plan. Daher wird die Firma in verschiedene Inventur­bereiche eingeteilt. Diese Bereiche werden gründlich aufgeräumt, Bestände werden geordnet, defekte oder abgelaufene Ware wird separat gelegt. Alle aufzuneh­menden Artikel werden gekenn­zeichnet, die Aufnahme­bereiche werden nummeriert und markiert.
Hilfsmittel: Um die Inventur erfolgreich durchzu­führen, müssen einige Hilfs­mittel vorher angefertigt bzw. bereit­gestellt werden:
Aufnahme­formulare
Inventur­protokolle
Warenzugangs­listen sowie Warenverkaufs­listen für Transaktionen während der Inventur bereitlegen (bspw. falls Lieferungen auf dem Weg sind)
Taschen­rechner, Stifte, Notizzettel, Leitern, Waagen, etc.
Inventurpersonal: Die Mitarbeiter, die für die jeweiligen Bereiche verantwortlich sind, müssen gewissenhaft einge­wiesen werden um Fehler zu vermeiden. Das bedeutet, ihnen muss erklärt werden, wie das Aufnahme­formular auszu­füllen ist, in welchem Zeitrahmen die Arbeiten durchzu­führen sind sowie die genaue Vorgehens­weise während der Inventur.

2. Aufgaben während der Inventur

Zu Beginn werden die Aufnahme­bereiche vom Inventur­leiter geschlossen, damit keine Ware entnommen werden kann. Bei der Inventur müssen dann folgende Regeln einge­halten werden:
Die Zählung innerhalb eines Regals geht von links nach rechts und von oben nach unten.
Der Zähler nennt die Daten einer aufge­nommen Objekt­gruppe: Artikelbe­zeichnung, Waren­gruppen-Nummer, Alter, Menge und Preis. Er markiert außerdem aufgenommene Artikel.
Der Schreiber nimmt die Daten des Zählers auf. Er kenn­zeichnet abgearbeitete Aufnahme­bereiche.
3. Aufgaben nach der Inventur

Nachdem alle Waren aufgenommen wurden, werden die Aufnahme­formulare einem Prüfer vorgelegt. Er prüft diese auf Vollständigkeit, Lesbarkeit und auf die vorhandenen Unterschriften des Schreibers und des Zählers.

Das aufge­nommene Inventar muss nun mittels eines passenden Bewertungs­verfahrens wert­mäßig eingestuft werden:
Einzel­bewertung
Gruppen­bewertung
Festwert­verfahren
LiFo, FiFo oder Durchschnitts­wertverfahren
Der Prüfer muss außerdem durch einen Rund­gang kontrollieren, ob alle Aufnahme­bereiche markiert und somit abgearbeitet worden sind. Hat alles seine Richtigkeit unterschreibt er die Belege ebenfalls, stempelt sie mit einer Nummer und heftet sie ab (Aufbewahrungsfrist: 10 Jahre).
Natürlich müssen die Werte jedes einzelnen Aufnahme­bereichs addiert werden, um das gesamte Vermögen zu ermitteln.

Checkliste zur Inventur

Damit die Inventur reibungslos vonstatten­gehen kann, stellen wir Ihnen eine Check­liste bereit, damit nichts vergessen wird:

Kaufmännische Software als Unterstützung

Eine kaufmännische Software leistet entscheidende Unterstützung zur Inventur. Mit guten Warenwirtschaftssystemen, machen Sie die Inventur quasi „per Knopfdruck“, sodass sogar 50 % der dazu benötigten Zeit einge­spart werden können.
Technische Hilfs­mittel wie Barcode-Scanner, die die Waren­aufnahme wesentlich verein­fachen und verkürzen, reduzieren zudem den Personal­aufwand während der Inventur um ein Vielfaches.

Über den Autor:

Klara Ross

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