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Preis­argumen­tation – den Preis richtig kommunizieren

Oktober 10, 2014

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Die Preis­kalkulation und die Preis­argumentation gehören im Marketing bzw. Vertrieb (im Verkaufs­gespräch) zu den wichtigsten Erfolgs­kriterien.

Das Mann­heimer Institut für Markt­orientierte Unternehmens­führung (IMU) widmete sich in einer Studie der „Einführung von Preisen für zuvor kostenlose wert­schöpfende Dienst­leistungen“.

Die Preis­einführung für zuvor kostenlose wertschöpfende Dienst­leistungen ist wegen potentiell negativer Kunden­reaktionen eine ganz besondere Heraus­forderung. Die Ergebnisse der Studie sind gerade deshalb auch allgemein auf die Preisargu­mentation anwendbar.

Preis­argumentation – die richtigen Motive kommunizieren

Rund 900 Teilnehmer befragte das Institut. Dabei interes­sierte die Forscher vor allem die Wirkung der Kommunikation verschiedener Motive auf die wahrge­nommene Preis­fairness. Prinzipiell lassen sich drei verschiedene kommunizierte Motive unterscheiden:
Kosten­basierte Motive: Erklären die Preisein­führung auf Basis steigender Kosten.
Nutzen­basierte Motive: Betonen die Vorteile der wertschöpfenden Dienst­leistung.
Wettbewerbs­basierte Motive: Verweisen auf die Preis­strategie des Wettbewerbs zur Recht­fertigung des eigenen Preises.
Die drei zentralen Erkennt­nisse aus der Executive Summary:
Preis­basierte Motive (kosten-, nutzen-, wettbewerbsbasiert) erhöhen die wahrge­nommene Preis­fairness bei der Preis­einführung für zuvor kostenlose wertschöpfende Dienst­leistungen. Dabei zeigen kosten- und nutzen­basierte Motive den stärksten Effekt.
Zuvor kostenlose wertschöpfende Dienst­leistungen können für eine Preisein­führung auch verändert werden, indem ihre Funktionalität erweitert wird. Diese Strategie wird nicht empfohlen, wenn preis­basierte Motive kommuniziert werden.
Im Falle, dass preis­basierte Motive nicht kommuniziert werden, sollte die zuvor kosten­lose wertschöpfende Dienst­leistung so verändert werden, dass eine neue Funktionalität hinzu­gefügt wird.

Der Preis ist heiß – die richtigen Methoden im Verkaufs­gespräch

Die Erkennt­nisse der Studie sind vor allem wichtig für die Marketing­kommunikation bei der Preisein­führung bzw. Preisan­passung. Aber welche Methoden lassen sich ganz praktisch im Verkaufs­gespräch anwenden?
Die Verkleinerungs-Methode

Hier wird der Preis nicht in der Gesamt­einheit genannt, sondern man dividiert ihn beispiels­weise durch Menge oder Zeit.
Beispiele:

– „Pro Tag kostet Sie dies nur…“
– „Pro Kilogramm rechnen Sie lediglich mit…“

Die Aufwand-Methode

Der Mehr­preis im Vergleich zu einem Wettbewerbs­produkt wird mit einer täglichen Routine­ausgabe verglichen, bzw. in Beziehung gesetzt.
Beispiel:

– „Die Mehr­kosten dieses Produktes machen jährlich soviel aus wie zwei Schachteln Zigaretten.“

Die Aktivierungs-Methode

Wenn Sie den Kunden dazu bringen, etwas zu demonstrieren oder selbst zu machen, werden Sie schneller zum Verkaufs­erfolg kommen. Auch höhere
Preise werden von dem Kunden eher ange­nommen.
Beispiel:

– „Ich darf Sie bitten sich das Menü in der Software ganz einfach selbst zusammen­zustellen, so wie es für Ihre Bedürf­nisse am besten passt.“

Die Eisberg-Methode

Sie versuchen bei dieser Methode das Unterbe­wusstsein („den Eisberg“) Ihres Gesprächs­partners zu beeinflussen, indem Sie seine Gefühle ansprechen.
Beispiel:

– „Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.“

Die Verpackungs-Methode

Nennen Sie den Preis nie allein. Das fordert den Kunden zum Wider­spruch heraus, sondern lassen Sie den Preis zwischen zwei Vorteilen der Dienst­leistung bzw. des Produktes einfließen.
Beispiel:

– „Dieses Auto kostet nur 34.999,- €. In diesem Preis sind bereits die Komplett­ausstattung inkl. Navi und fünf Jahre Garantie schon enthalten.“

Die Frage nach dem Preis: Ein positives Signal!

Ganz wichtig: Solange der Kunde (Preis-)Einwände bringt, ist er bereit mit Ihnen zu reden. Erst wenn es soweit ist, dass er sich zurück­lehnt, die Arme verschränkt und nur noch mit der Zimmer­decke kommuniziert, können Sie das Verkaufs­gespräch als verloren ansehen.

Deshalb sind Einwände gegen den Preis:
völlig normal und logisch
eine Belebung für jedes Verkaufs­gespräch
und ein Meilen­stein für den erfolgreichen Verkaufs­abschluss.

Der richtige Zeitpunkt

Übrigens: Für den richtigen Zeit­punkt zur Nennung des Preises in einem Verkaufs­gespräch gibt es verschiedene Theorien. Viele Verkaufs­berater sind der Meinung, dass der Preis an das Ende des Verkaufs­gepräches gehört, weil der Interessent dann die spezifischen Vorteile und die damit für ihn positiven Eigen­schaften der Dienstleistung/des Produkts bereits gehört hat.

Ich persönlich denke, dass es besser ist, den Preis selbst­bewusst gleich zu Beginn zu nennen. Erstens ist die Preis­frage ohnehin das, was den meisten Interessenten unter den Nägeln brennt und das Nicht­wissen während des gesamten Verkaufs­gespräches für Ablenkung beim Gegen­über sorgt und er somit Ihrer Nutzenargu­mentation nicht 100 %ig folgen wird.

Und zweitens bewegt man sich psychologisch vom Preis weg, hin zu den Vorteilen und dem Nutzen, sodass der Preis immer kleiner erscheint.

Nun wissen Sie, wie die Preis­argumentation richtig funktionieren kann. Verwenden Sie für die korrekte Preis­kalkulation auch das richtige Warenwirtschaftssystem.

Zwei passende Zitate zur Preis­kalkulation

Bildquelle:
© Africa Studio / Fotolia.com

Über den Autor:

Klara Ross

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