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Industrie 4.0 – das neue Zeitalter der selbstorganisierten Produktion?

Mai 15, 2017

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Unter dem Begriff Industrie 4.0 stellt sich wahrscheinlich jeder etwas Anderes vor. Einer der Gründe dafür ist, dass dieses Wort erst 2011 bzw. in den Folge­jahren den Sprung in den deutschen Sprach­gebrauch geschafft hat.

Die stetigen Veränderungen und die rasanten Entwicklungen in den Bereichen der Automatisierung und Produktion führen dazu, dass wir der „vierten industriellen Revolution“, wie Industrie 4.0 auch bezeichnet wird, immer näher rücken. Aber was genau heißt das nun für uns und wie weit sind wir noch davon entfernt? Was ist in der Vergang­enheit passiert und wie könnte die Zukunft dank Industrie 4.0 aussehen?

Was bisher geschah…

Die Erste Industrielle Revolution in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Das Maschinen­zeitalter brach heran. Allen voran in Groß­britannien brachten bahn­brechende Erfindungen Weiter­entwicklungen in nahezu allen Bereichen der Produktion hervor. Insbesondere die Dampfmaschine konnte den größten Beitrag dazu leisten. Ihr vielfältiger Einsatz vom Antrieb mechanischer Arbeits­maschinen bis hin zu den ersten Dampf­lokomotiven und einem erleichterten Güter­transport revolutionierten die damalige Produktion. Die Schwer­industrie in den Bereichen der Kohle- und Eisen­förderung boomte, ebenso wie die Textil­industrie dank der ersten Spinn­maschinen und Webstühle.

Die Zweite Industrielle Revolution Ende des 19. Jahr­hunderts brachte eine wesentliche Produktivitäts- und Effektivitäts­steigerung in der Produktion mit sich. Fließ­bänder und Massen­fertigung sollten die unstillbaren Bedürfnisse der (kaufkräftigen) Gesellschaft befriedigen. Elektrizität als neue Antriebs­kraft für Maschinen, sowie die Nutzung von Telegrammen und Telefonen erleichterten zudem die organisatorische Ebene der Arbeits­prozesse. Immer größere Schiffe und Flug­zeuge wurden zum internationalen Transport von Gütern verwendet und setzten den Grund­stein für die einsetzende Globalisierung.

Während der Dritten Industriellen Revolution, auch „Digitale Revolution“ genannt, hielt der Computer als Arbeits­mittel Einzug. Große Rechen­maschinen fanden bereits in den 1940er Jahren Einzug in Großfirmen. 30 Jahre später begründete der Personal-Computer für Büro und Haus­halt einen neuen Industrie­zweig. Hier standen die weitere Automatisierung durch Elektronik und die IT im Fokus. Der Zugang zum World Wide Web (ab den 90er Jahren) ermöglichte einen immer einfacheren Austausch von Daten und Informationen weltweit. Die Digitalisierung und zuneh­mende Nutzung von Elektronik erleichterte das Arbeits­leben sowohl im Bereich des Managements als auch in der Fertigung. Die Automatisierung von Maschinen und die damit einher­gehenden besseren Arbeits­bedingungen steigerten die Produktivität der Unter­nehmen.

Was ist die Industrie 4.0?

Die Industrie 4.0 ist die uns noch bevorstehende Vierte Industrielle Revolution. Sie soll eine naht­lose Verbindung zwischen Produktion & Informations- bzw. Kommunikations­technik schaffen. Das Ziel: Die Digitalisierung früherer analoger Techniken und der Integration cyber-physischer Systeme und somit eine vollständig selbst­organisierte Produktion, bei der eine direkte Kommunikation zwischen Mensch, Maschine, Anlage, Logistik und dem zu fertigenden Produkt herrscht.
Dabei soll zusätzlich der gesamte Produktlebens­zyklus abgedeckt werden. Von der Idee des Produkts, über die Entwicklung und Fertigung, bis hin zu Wartung und Recycling spielt sich alles in einer Fabrik ab. Diese sogenannten Smart Factories werden zur gewerb­lichen Produktion bis dato noch nicht eingesetzt. Vielmehr werden Muster­anlagen gebaut, um Optimierungs­potentiale aufzu­decken und diese Form der Produktion zukünftig für die Unter­nehmen umsetzbar zu machen.

Die Zukunftsvision

Die Individualität eines Produkts spielt für den Kunden eine zunehmend wichtige Rolle. Die Abdeckung dieses Kunden­bedürfnisses soll in der Industrie 4.0 perfektioniert werden, d. h. jeder Kunde kann als Mit­gestalter seines eigenen Produkts agieren. Das Konzept der Mass Customization wird damit auf die Spitze getrieben. Die Kernkom­petenz der Industrie 4.0 ist es, trotz erhöhter Individualität die Produktions­kosten nicht zu erhöhen bzw. sogar zu senken.
Das Produkt durchläuft selbst­ständig die komplette Wertschöpfungs­kette. Dazu kommuniziert es mit den Materialien und Maschinen, um die zeitliche Belegungen der Anlagen und Lager­kapazitäten zu organisieren.
Eine potentielle Verzögerung wird automatisch erkannt, gemeldet, das Problem anschließend selbst­ständig behoben und die Logistik dahin­gehend angepasst. Die Anlagen und Maschinen interagieren ebenso eigen­ständig und organisieren Wartungen und Instand­haltung bzw. tauschen Informationen zum Fertigungs­produkt aus.
Der Mensch agiert hauptsächlich als Kontroll- bzw. Entwicklungs­person. Er kann die für ihn notwendigen Informationen digital bspw. durch mobile Endgeräte abfragen.

Wo stehen wir heute?

Die Industrie 4.0 steht uns noch bevor. Wir befinden uns momentan in einer Produktions­form, die durch zwei große Ten­denzen geprägt wird:
Automatisierung der Anlagen: Wiederhol­bare Aufgaben trotz steigender Komplexität automatisch fertigen.
Ganzheitliche Produktionskonzepte: Organisation, Zusammen­stellung und Zusammen­spiel von Systemen, Instrumenten und Methoden, die für einen reibungslosen Wertschöpfungs­prozess relevant sind.
Bis wir an dem Punkt der vollständig selbst­organisierten Produktion angekommen sind, wird noch einige Zeit vergehen. Die Herausforderung der fortschreitenden Globalisierung, die Kurz­lebigkeit von Technologien, die Ressourcen­verknappung und das Bedürfnis nach Individualität beim Kunden müssen auf dem Weg zur vollständigen Digitalisierung und Automatisierung noch bewältigt werden.

Wie mit SelectLine ERP-Software und den Partner­lösungen bereits erste Ansätze der Industrie 4.0 umgesetzt werden lesen Sie hier.

Über den Autor:

Klara Ross

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