Die Buchhaltung bringt viele gesetzliche Vorschriften und Regeln mit sich. Da ist es nicht einfach als Unternehmer den Überblick zu bewahren. Seit 2010 profitieren jedoch gerade kleine gewerbliche Unternehmen von einer „vereinfachten Buchführung“, der sog. Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) bzw. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A-Rechnung, Österreich).
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was bei einer EÜR zu beachten ist und für wen sie anwendbar ist.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was bei einer EÜR zu beachten ist und für wen sie anwendbar ist.

Für wen ist die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) geeignet?
Häufig wird die EÜR der Bilanzierung vorgezogen, da sie nicht so komplex ist und weniger Vorschriften aufweist. Auf Bilanz und Inventur kann in der EÜR verzichtet werden (nachzulesen in §4 Abs.3 des Einkommenssteuergesetzes).
Folgende Voraussetzungen müssen für gewerbliche Unternehmen vollständig erfüllt sein, um eine EÜR anfertigen zu dürfen:
Folgende Voraussetzungen müssen für gewerbliche Unternehmen vollständig erfüllt sein, um eine EÜR anfertigen zu dürfen:
Das Überschreiten der Grenzen führt nicht sofort dazu, dass Sie keine EÜR mehr anfertigen dürfen. Der Umstieg zur Bilanzierung erfolgt frühstens im übernächsten Geschäftsjahr, nach expliziter Aufforderung des Finanzamtes.
Freiberufler dürfen ihren Gewinn immer nach den Regeln der Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, unabhängig von Umsatz und Gewinn. Kapitalgesellschaften, wie z. B. GmbH und UG, oder Personengesellschaften, wie OHG und KG, sind immer im Handelsregister eingetragen und müssen immer eine Bilanz erstellen.
Freiberufler dürfen ihren Gewinn immer nach den Regeln der Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, unabhängig von Umsatz und Gewinn. Kapitalgesellschaften, wie z. B. GmbH und UG, oder Personengesellschaften, wie OHG und KG, sind immer im Handelsregister eingetragen und müssen immer eine Bilanz erstellen.
Eigenschaften der EÜR im Überblick
Dos – was Sie machen müssen
Don’ts – was Sie nicht machen müssen
Inhalte der EÜR
Im sog. Journal der EÜR werden Ihre Ein- und Ausgaben in verschiedene Gruppen gegliedert. Alle Kategorien sind explizit auf dem EÜR-Formular vermerkt und müssen nur noch mit den zugehörigen Summen versehen werden. Das ausgefüllte Formblatt ist entsprechend an die Steuererklärung anzufügen.
Außerdem muss ein Verzeichnis für abnutzbare und nicht abnutzbare Anlagegüter erstellt werden. Darin sind alle Wertgegenstände mit Anlagevermögen aufzuzeigen, die einen nicht abnutzbaren Wert (z. B. Grundstücke) bzw. einen abnutzbaren Wert (z. B. Maschine) haben. Für jeden Gegenstand muss die Bezeichnung, das Datum der Anschaffung, die Kosten, die Nutzungsdauer sowie die jährliche Abschreibung vermerkt sein.
Die Abschreibung von abnutzbaren Anlagegüter muss jährlich als Betriebsausgabe nach folgendem Prinzip ermittelt werden:
Gegenstände mit…
Außerdem muss ein Verzeichnis für abnutzbare und nicht abnutzbare Anlagegüter erstellt werden. Darin sind alle Wertgegenstände mit Anlagevermögen aufzuzeigen, die einen nicht abnutzbaren Wert (z. B. Grundstücke) bzw. einen abnutzbaren Wert (z. B. Maschine) haben. Für jeden Gegenstand muss die Bezeichnung, das Datum der Anschaffung, die Kosten, die Nutzungsdauer sowie die jährliche Abschreibung vermerkt sein.
Die Abschreibung von abnutzbaren Anlagegüter muss jährlich als Betriebsausgabe nach folgendem Prinzip ermittelt werden:
Gegenstände mit…
Beachten Sie bitte, dass der Artikel keine Rechtsbelehrung darstellt. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihre zuständige Kammer oder einen Steuerberater.
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Infografik zur Einnahmenüberschussrechnung




