Strategisches Management für KMU

Oktober 1, 2012

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Zugegeben: Das Strategische Manage­ment ist auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt das Thema Nr. 1 auf der Agenda für KMU (kleine und mittlere Unter­nehmen) und man könnte sogar vermuten, dass es sich nur für große Konzerne mit lang­fristigen Zielen lohnt, dieser Teildisziplin der Betriebswirt­schaftslehre mehr Aufmerk­samkeit zu schenken. Wie elementar wichtig es jedoch für ausnahmslos jeden Unter­nehmer (auch oder gerade für Kleinunter­nehmer) ist, sieht man bereits, wenn man sich nur die Grund­lagen anschaut.

Man kann mindestens zwei theoretische Begriffs­bildungen feststellen: einen institutionellen und einen funktionalen Ansatz. Mit Manage­ment als Institution ist die Gruppe von Personen gemeint, die in einer Organisation mit Anweisungs­befugnissen betraut ist.

Wir wollen uns hier jedoch auf den funktionalen Ansatz konzentrieren: Unab­hängig von einer vorherigen Fixierung auf bestimmte Positionen und Führungs­ebenen geht es hier um alle Handlungen die der Steuerung des betrieblichen Leistungs­prozesses, d. h. aller leistungs­relevanten Arbeits­vollzüge dienen. Solche Steuerungs­handlungen können z. B. planender, organisierender und kontrollierender Art sein.

Das funktionale Managementkonzept

Die Grafik „Management als Querschnitts­funktion“ verdeutlicht die Sach- und Management­funktionen:
Das funktionale Management­konzept sieht das Strategische Manage­ment als Querschnitts­funktion, die den Einsatz der Ressourcen und das Zusammen­wirken der Sach­funktionen steuert.

Management­funktionen fallen demzu­folge in und zwischen jedem Bereich des Unter­nehmens an, gleich­gültig, ob es sich nun um den Einkaufs-, Finanzierungs-, Produktions-, Vertriebs- oder sonstigen betrieb­lichen Bereich handelt. Diese Aufgaben sind auf jeder Hierachiestufe zu erfüllen, wenn auch unterschiedlich nach Art und Umfang.

Strategisches Management auch im Kleinunternehmen

Was heißt das konkret für den (Klein-) Unter­nehmer? Nehmen wir als einfaches Beispiel an, Bäcker Schmidt hat als strate­gisches (also langfristiges) Ziel eine Kosten­minimierung in den nächsten 5 Jahren zu erreichen. Dann ist sein operatives (also kurzfristiges) Ziel u. a. seine Lager­bestände so knapp wie möglich zu halten um Kosten einzu­sparen.

Bäcker Schmidt muss nun den Waren­einkauf für den nächsten Feiertag planen. Dann braucht er zur erfolg­reichen Umsetzung dieses Zieles eine verlässliche Über­sicht über alle Historien- und Statistik­daten aus seiner Warenwirtschaft. Anhand dieser Daten kann er den Abver­kauf seiner Produkte aller zurück­liegenden Feier­tage ermitteln und dement­sprechend seinen Waren­einsatz für diesen Feiertag sehr genau vorher­sagen und planen.

Nicht nur das: Er weiß aufgrund seiner Kosten- und Leistungsrechnung der letzten Jahre in seinem Rechnungswesenprogramm mit welchen Kosten und Erlösen aus dem Abve­rkauf seiner Produkte rechnen kann. Somit kann er seinen Umsatz und sogar seinen Gewinn ziemlich genau vorher­sagen.

Handelt es sich um eine Bäckerei mit einigen Ange­stellten und produziert Bäcker Schmidt seine Brötchen und Kuchen ggf. noch komplett selber, verwaltet er seine Arbeits­pläne und Fertigungs­ressourcen z. B. über eine Plantafel und optimiert so kontinuierlich seine Produktion.

Ein verein­fachtes Beispiel, das den direkten Zusammen­hang zwischen erfolgreichen Strategischen Management im Unternehmen und einer leistungs­starken kaufmännischen Software jedoch verdeut­licht, und zeigt wie elementar wichtig die Instrumente des Strategischen Manage­ments sowie eine entsprechende Software für die Analyse unterneh­merischer Kenn­zahlen insbesondere auch für kleine Unter­nehmen sind.

Strategisches Management und kaufmännische Software

Fazit:
Ohne Waren­wirtschaft/ERP ist ein erfolgreiches Strategisches Manage­ment in KMU schwierig bis unmöglich, da die nötigen Kenn­zahlen fehlen.
Und: Ohne Strategisches Manage­ment kein erfolgreiches Unter­nehmen.
In  unseren nächsten Artikeln werden wir die Instrumente des Turnaround Managements vorstellen.

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Klara Ross

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