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SelectLine Group Referenz: MORELO Reisemobile GmbH

Produktion von Reise­mobile mit Goliath.NET steuern

Montage eines großen Reisemobils in einer modernen Produktionshalle mit mehreren Technikern bei der Arbeit

Themen

Reisemobile

Betriebsart

Industrieproduktion

Branchen

Verkehr

Unternehmen

MKS Software Management GmbH

Produktbereiche

Betriebsdatenerfassung, Produktionsplanung & -steuerung, Warenwirtschaft

Success Story

Wenn Fertigung, Materialfluss und Lager­bewegungen eng verzahnt sind, braucht es ein ERP-System, das Produktion nicht nur verwaltet, sondern aktiv steuert. Besonders in einer Umgebung mit häufig wechselnden Stücklisten und hohem Daten­aufkommen sind Performance, zuverlässige Daten­übernahme und eine stabile Anbindung an Fertigungs­systeme entscheidend, damit Prozesse ohne Unter­brechungen laufen. MORELO setzte deshalb auf die Production Edition von MKS Goliath.NET, um die gestiegenen Anforderungen in der Produktions­steuerung, Material­wirtschaft und Auswertung in einer zukunfts­sicheren Plattform abzubilden. Die Lösung unterstützt die tägliche Neubildung von Stücklisten, verbindet kaufmännische und technische Abläufe und schafft die Basis, weitere Bereiche wie Service und Scanner­prozesse strukturiert anzubinden. So entsteht eine durchgängige ERP-Landschaft, die Transparenz erhöht und die Steuerung im Tages­geschäft spürbar vereinfacht.

Die Ausgangs­situation

Der Einführung eines neuen ERP-System geht meist die Erfahrung voraus, dass die bisherige Lösung weder zeitgemäß noch zukunfts­fähig ist. Zumal im Laufe der Jahre häufig Eigenent­wicklungen zu vielen Insel­lösungen geführt haben. Außerdem werden die notwendigen Unternehmens­prozesse nicht mehr oder nur noch unvollständig abgebildet und administriert. Ähnliche Erfahrung machten auch die Geschäftsführer des Reisemobil­spezialisten MORELO im oberfränkischen Schlüssel­feld, Jochen Reimann und Reinhard Löhner. Ihnen zur Seite steht seit jeher Roland Steuer, verantwortlich für Material­wirtschaft und EDV. „Wir hatten bereits vom Vorgänger­unternehmen Erfahrung mit einem Warenwirtschafts­programm, aber das hat nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprochen. So sind wir zur ERP-Lösung Goliath von MKS Management Software AG gekommen. Das war noch die ältere Version“, erinnert sich EDV-Chef Steuer: „Aufgaben und Anforderungen werden immer komplexer“. Mit der ursprünglichen Version 4.89 von MKS Goliath war man bei MORELO durchweg zufrieden. Allerdings stellten sich auch da so nach und nach Kapazitäts­probleme ein. Das heißt, die Software war den wachsenden Aufgaben nicht mehr gewachsen. Denn bei dem Spezial­fertiger für anspruchsvolle und hochpreisige Reisemobile sollen über die ERP-Lösung vor allem die Firmen­abläufe, und damit auch die Produktion, gesteuert werden. Wozu ebenso die Fertigungs­prozesse wie auch die Material­zuführung und Lagerbuchung gehören. Des Weiteren wurden im Pflichtenheft Prozess­abläufe festgehalten wie Statistiken erstellen, Service­bereich und Controlling abbilden, aber auch Archiv­funktionen wie Zugriff auf Aufträge, die bereits seit längerem laufen. „Deshalb war es kein Wunder, dass die alte Version mit der Zeit immer langsamer wurde.“ Für den EDV-Verant­wortlichen ist damit die Zeit gekommen, von der alten Version auf die neue Production Edition von MKS Goliath.NET umzusteigen, „was wir im Jahr 2017 in Angriff genommen haben“.

Das Projekt

In einem ersten Schritt vor dem Umstieg von Goliath auf die Production Edition MKS Goliath.NET analysierte ein Team um EDV-Leiter Steuer die Anforderungen und notwendigen Module. Anschließend wurde die Implemen­tierung der Daten durchgeführt. „Wir haben trotz des großen Aufwandes die alten Daten übernommen, was aber dank der guten Unterstützung durch die MKS AG besser ging, als ursprünglich befürchtet“, so Steuer. Die Besonderheit bei dem Fahrzeug­hersteller: Es muss nicht zuletzt wegen der erforderlichen Flexibilität der Stücklisten sehr viel Daten­material verarbeitet werden. Die Stücklisten eines jeden Fahrzeuges werden, bis es fertig­gestellt ist, jeden Tag neu generiert. Wichtig für EDV-Leiter Steuer war die enge Zusammen­arbeit mit MKS, vor allem mit Projektleiter Andreas Stötzner, dem Leiter der Software­entwicklung bei MKS, Rainer Kempf sowie Vorstand Michael Kempf. „Wir konnten zwar aufgrund unserer Erfahrung viele Dinge selbst machen, aber in einigen Phasen war es sehr hilfreich, dass uns MKS jeder Zeit kompetent zur Seite stand.“ So wurde vereinbart, dass eine Woche lang Rainer Kempf und Andreas Stötzner vor Ort unterstützten, vor allem während der Implemen­tierung und im Rahmen der Team­schulung. Später folgte nochmals eine dreitägige Vor-Ort-Einweisung durch Projektleiter Stötzner. Darüber hinaus nutzten die Verant­wortlichen bei MORELO die von MKS angebotenen Webinare. Allerdings nahmen nicht alle Mitarbeiter, die letztendlich mit Goliath.NET arbeiten sollten, an diesen Schulungen und Webinare teil: „Wir haben unser Wissen aus den Schulungen an die Mitarbeiter weitergegeben, denn man kann nicht alle 35 Mitarbeiter abziehen, um sie gleichzeitig zu schulen. Das ist bei laufendem Produktions­betrieb nicht möglich. Deshalb haben wir die Einführung von Goliath.NET auch in die Betriebs­ferien im August gelegt. Anders wäre dies nicht realisierbar gewesen, vor allem um Fehler sofort berichtigen zu können.“ Auch in dieser Phase unterstützte für eine Woche MKS-Softwareleiter Rainer Kempf das MORELO-Team vor Ort. Zumal während der Einführungs­phase „eingleisig gefahren werden musste“, wie Steuer hinzufügt. Denn: „Anders war es nicht realisierbar. Wir hatten dafür vorher schon Vieles getestet, gerade bei den wichtigen Prozess­abläufen“, erklärt der EDV-Leiter, und „war froh, als wir zu Weihnachten 2017 feststellten, dass die neue ERP-Lösung MKS Goliath.NET einwandfrei läuft“.

Der Kunden­nutzen

Im Rückblick können auch die anfangs aufgetretenen gelegentlichen Ausfälle das Fazit kaum trüben. Obwohl eine System­störung bei dem Hersteller durchaus fatale Folgen haben kann: „Wenn 35 Mitarbeiter plötzlich nicht mehr mit dem ERP-System arbeiten können, oder wenn das System die Daten nicht an die NC-Maschinen schickt, dann ist ein halbtägiger Ausfall schon spürbar.“ Denn MKS Goliath.NET wird bei MORELO für den gesamten Produktions­prozess eines Fahrzeuges genutzt. Nächster Schritt: Anbindung des neuen Service­centers. Natürlich ist ein lebendes System wie eine komplexe ERP-Lösung nicht mit der Implemen­tierung abgeschlossen. Deshalb stehen bei der MORELO Reisemobile GmbH weitere Optimierungs­schritte an. EDV-Leiter Steuer verweist unter anderem auf Programmier­aufträge hin, durch die beispielsweise Lager­bewegungen in Zukunft per Scanner festgehalten werden können. Da die Fahrzeuge taktweise bestückt werden, ist es notwendig, in jeder Arbeits­phase genauestens über die Lager­bewegungen und den Fertigungs­stand informiert zu sein. Auf jeden Fall sind Geschäfts­führer und EDV-Leiter mit dem Erreichten zufrieden, auch unter dem Aspekt der Zukunfts­fähigkeit des Unternehmens. So wird derzeit ein 7.200 Quadratmeter großes Service­center errichtet, das bis Jahres­beginn 2019 in Betrieb gehen soll – natürlich ebenfalls eingebunden in das ERP-System MKS Goliath.NET.

Das Unter­nehmen

Jochen Reimann gründete 2010 die MORELO Reisemobile GmbH im oberfränkischen Schlüssel­feld. 2011 kam Reinhard Löhner als Geschäfts­führer für Technik und Vertrieb in das Unternehmen, das zu dieser Zeit bereits eine bedeutende Position auf dem Markt für Luxus-Reisemobile eingenommen hatte. Die MORELO Reisemobile GmbH produziert jährlich etwa 400 Fahrzeuge im Luxus­segment – von 150 000 bis etwa 500 000 Euro. Das Unternehmen beschäftigt 280 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 80 Millionen Euro.

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