SelectLine Group Referenz: Floristik und Ambiente Meyer
Floristik neu gedacht – mit Selbstbedienung, BlumOmat und einem System, das alles verbindet

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Viele Floristikfachgeschäfte kennen die Lage: Die Kundschaft ist preisbewusster, spontane Käufe werden seltener und gleichzeitig wird es immer schwerer, gutes Personal zu finden. Hans-Jürgen Meyer vom Sinziger Fachgeschäft Floristik und Ambiente Meyer spricht genau das offen an: „In unserer Branche ist ein großes Sterben“, sagt er. Gerade deshalb müsse man „flexibel sein und schnell reagieren und handeln“.
Für den staatlich geprüften Gestalter für Blumenkunst war schnell klar: Stillstand ist keine Option. Wer als Fachgeschäft bestehen will, muss neue Wege gehen – nicht, um Tradition zu ersetzen, sondern um das Handwerk in die Zukunft zu führen. Meyer hat sich deshalb früh mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt und Schritt für Schritt ein Konzept aufgebaut, das klassische Stärken wie Beratung, Qualität und Gestaltung mit neuen Vertriebswegen verbindet.
Ein zusätzlicher Treiber ist der Personalengpass. „Wir finden einfach kein Personal mehr“, beschreibt Meyer die Realität. Daraus entstand die Frage, die sich viele Betriebe stellen: Wie bleibt man erreichbar, wenn Öffnungszeiten und Personal nicht mehr so planbar sind wie früher?
Wer als Floristikfachgeschäft heute nicht flexibel ist, wird morgen nicht mehr da sein.
Hans-Jürgen Meyer
Geschäftsführer Floristik und Ambiente Meyer
Die Lösung
Meyer setzt auf Terra als Basis für ein durchgängiges Kassen- und Prozesskonzept. Für ihn war entscheidend, „ein Konzept zu haben, bei dem alles aus einer Hand kommt.“ Also eine Lösung, die nicht nur einzelne Aufgaben abfängt, sondern Verkaufsstellen und Abläufe miteinander verbindet.
Konkret bedeutet das im Fall des studierten Blumentechnikers: Hauptkasse und Selbstbedienungskasse sollen zusammenarbeiten. Meyer wollte „kein zweites Kassenbuch führen“, sondern Daten sauber in einem System erfassen, denn nur so sind seine Ideen auch im Alltag tragfähig. Besonders wichtig ist ihm dabei, dass Artikel nicht mehrfach gepflegt werden müssen: „Einen Artikel, der einmal eingepflegt ist, kann ich jederzeit verwenden“, erklärt er.
Damit wird die Software von Terra zum Fundament, um neue Vertriebswege zu erschließen. Denn ohne im Hintergrund zusätzliche Listen, doppelte Arbeit oder Unsicherheit zu erzeugen, lassen sich neue Ideen einfacher umsetzen. Genau das ist ein Punkt, in dem sich viele Fachgeschäfte wiederfinden: Neue Angebote funktionieren nur, wenn das System dahinter mitzieht.
Das Projekt
Bei Floristik und Ambiente Meyer ist die Digitalisierung kein „Projekt mit Enddatum“, sondern eine Entwicklung über Jahre. Hans-Jürgen Meyer arbeitet seit mittlerweile 20 Jahren mit Softwarelösungen von Terra. Begonnen hat es damals ganz pragmatisch „über den Schleifendruck“ erzählt er. Mit der Zeit kamen neue Anforderungen und Möglichkeiten hinzu.
Das aktuellste Beispiel ist der 2026 eingeweihte Selbstbedienungsladen: Die Idee entstand aus dem Wunsch, einen „begehbaren Blumenautomaten“ zu schaffen. Als Ergänzung zu bestehenden Angeboten und als Antwort auf knappe Personalressourcen. Meyer wollte dabei unbedingt eine Verbindung zwischen der bestehenden Kasse im Ladengeschäft und der SB-Kasse im angrenzenden Geschäftsraum, indem sich Kunden an 365 Tagen im Jahr mit Sträußen, Pflanzen und Dekoartikeln eindecken können.
Der Kundennutzen

Der größte Nutzen ist mehr Flexibilität: für den Floristen und für die Kundschaft. Der Selbstbedienungsladen erweitert die Servicezeiten, denn er ist von 5 bis 24 Uhr geöffnet. Für Hans-Jürgen Meyer ist das eine „komplette Abdeckung und macht uns flexibler“, sagt er.
Das verändert auch die Möglichkeiten im Verkauf: Kundinnen und Kunden können online über den eigenen Shop bestellen und die Ware später im SB-Laden abholen, organisiert über einen separat erstellten Barcode. Meyer freut es, dass Bestellungen so bereitgestellt werden können, ohne dass jemand vor Ort sein muss: „Das gibt uns wieder neue Perspektiven.“
Gerade für Fachgeschäfte ist das spannend, weil es Stärken wie individuell gebundene Sträuße mit der modernen Erwartungshaltung an den Einzelhandel verbindet.
Auch wirtschaftlich bringt der Ansatz spürbare Vorteile. Meyer nennt ein Beispiel, das viele Floristinnen und Floristen kennen: Sträuße werden oft „für den Kunden gut“ gebunden, dabei aber nicht immer von wirtschaftlichem Vorteil, weil unbemerkt zu viel Warenwert im Strauß steckt. Durch digitale Preisauszeichnung und strukturierte Erfassung wird „Beiwerk richtig berechnet und der Kunde sieht, wie der Strauß sich zusammensetzt“. Das schafft Transparenz und hilft, Marge zu sichern, ohne an Qualität zu sparen.
Das Unternehmen

Blumen Meyer steht für Floristik als Handwerk und für den Mut, dieses Handwerk weiterzuentwickeln. Hans-Jürgen Meyer ist Florist und staatlich geprüfter Gestalter für Blumenkunst und verbindet gestalterischen Anspruch mit einem klaren Blick auf das, was im Alltag eines Fachgeschäfts heute nötig ist: Verlässliche Prozesse, transparente Kalkulation und Angebote, die zur Lebensrealität der Kundinnen und Kunden passen.
Der Betrieb investiert bewusst in Lösungen, die den Zugang zu den eigenen Angeboten erleichtern, etwa über den Selbstbedienungs-Blumen-Shop, den Online-Shop und die Abholung, ohne die klassische Stärke der Floristik zu verlieren: die persönliche Beratung und die Qualität der Arbeit. Hans-Jürgen Meyer bringt diese Haltung auf den Punkt: „Ich versuche immer einen Schritt weiter zu sein.“ Nicht, um „anders“ zu sein, sondern um in einem schwieriger werdenden Markt handlungsfähig zu bleiben und um zu zeigen, dass Floristikfachgeschäfte auch künftig einen festen Platz haben können, wenn sie bereit sind, sich weiterzuentwickeln.
